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© 2019 René Senn | Fotografie

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Nikon 180-400 mm, was für ein Objektiv!

Aktualisiert: 16. Aug 2019

Das erste mal ein Superteleobjektiv von Nikon an der Kamera und dabei auf der Pirsch auch gleich noch direkt zwei Biber getroffen. Dass nenne ich mal grosses Fotografen Glück!


Heute hatte ich die erste Gelegenheit das neue 180-400mm F4 Teleobjektiv von Nikon zu testen. Was wäre da das richtige Motiv? Diese Frage habe ich mir lange überlegt bis ich dann zum Entscheid gekommen bin, es erst mal in der Natur mit einigen schrägen Vögeln oder anderen Tieren zu versuchen. Ich dachte mir, da finde ich genügend Motive für diese Edellinse. Ganz in der Nähe ist ein wunderschönes Naturparadies mit den Thurauen. Da bieten sich immer viele spannende Motive an.


Fast immer. Angekommen am Ziel, waren ausser zwei Schwäne jedoch kaum Wasservögel auszumachen. So mussten diese beiden Schwäne ob sie wollten oder nicht als Motive hinhalten. Erkennst Du die vielen Federn in diesem kleinen See, sieht irgendwie aus wie ein Frühlingsputz.

Nikon D850 | 550mm | F 5.6 | 1/800sec | ISO 1400

Zwei Schwäne waren dann schon etwas wenig für eine solche tolle Linse. Die und ich brauchten schon noch etwas mehr Futter. Und so machte ich mich auf die weiter Suche nach spannenden Motiven. Dabei begegneten mir im Schilf plötzlich einige kleinen blauen Libellen. Ich dachte, o.k. das ist doch eher was fürs Makro, aber ich kann ja mal drauf halten. Und die Entscheidung erwies sich als äusserst richtig. Mit diesem Objektiv, liesen sich die Libellen auch aus einer Tierfreundlichen Entfernung super fotografieren. Und das alles aus der Hand. Cool, hätte ich jetzt nie erwartet. Die Linse ist auch ein Makroobjektiv, fast. Das Ergebnis lässt sich zeigen.


Nikon D850 | 400mm | F4.0 | 1/800sec | ISO 3200

Eine Libelle macht noch keinen Sommer, es musste noch etwas anderes vor die Linse. Ich wusste das in der Nähe ein Biber sein Anwesen aufgebaut hat. Aber, ich hatte, zumindest in meiner Erinnerung noch nie Live in der Wildnis einen Biber gesehen. Das letzte mal als ich dachte das es ein Biber war, entpuppte es sich als Bisamratte. Ausser das sie auch braun, und relativ gross ist schon nicht ganz das gleiche. O.k. ich war überzeugt und ging meinen Weg. Natürlich, ohne dass ich einen Biber gesehen hätte. Dafür traf ich einige Haubentaucher bei denen die Eltern die Jungen fütterten. Leider wurde die Aufnahme nicht ganz scharf, als der grosse dem kleinen einen Fisch in den Mund steckte. War etwas zu dunkel, die ISO zu klein und dann geht das so schnell. Zudem finden die Vögel das auch mit einem 180 - 400mm mit ordentlicher Distanz nicht sonderlich lustig beobachtet zu werden und hauen dann schnell mal ins Schilf ab. War schon gegen Abend deshalb ist es dann nicht mehr ganz so einfach die Tiere entsprechend abzulichten. ISO 3200 schien mir dann doch die Grenze.

Nikon D850 | 550mm | F5.6 | 1/1250sec | ISO 3200

Es wurde langsam dunkel. Und so machte ich mich auf den Rückweg, und dieser führte logischerweise wieder an den Biebern vorbei. Und, da sass doch glatt so ein kleines braunes Häufchen am Rand des Wassers, dass sich nach genauem betrachten doch glatt als einen richtigen, lebendigen Biber entpuppte. Das war die Chance und so legte ich mich auf die Pirsch. Während mir die Mücken gefühlt praktisch das letzte Blut aus den Adern zogen harrte ich so still ich konnte um den Biber ideal vor die Linse zu bekommen. Dabei bemerkte ich gar nicht das noch ein zweiter Biber nicht unweit von mir weg auch noch an einem Ast knabberte. So hatte ich an diesem ersten Abend mit dem absolut coolen Objektiv (o.k. ich bin sowieso ein Tele-Fan) die perfekte Möglichkeit Fotos von zwei Bibern zu machen, an die ich mich noch das ganze Leben erinnern werde.

Nikon D850 | 550mm | F5.6 | 1/1000 sec | ISO 5000
Die Tiere hatten sehr viel Geduld mit mir. Die Mücken nahmen mich doch ziemlich in Anspruch.

Ein tolles Ergebnis dieser erste Ausflug mit diesem Mietobjektiv. Macht definitiv Lust auf mehr. Die Bedienung ist äusserst einfach und der eingebaute 1.4x Teleconverter lässt sich sehr schnell aktivieren. Ein spannendes Teil und für einen Zoom-Fan ein richtig tolles Objektiv. Leider zum Preis eines stattlichen kleinen Fahrzeuges. (SE 2.8.2019)

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